Die Schawuot

Ein Beitrag aus unserem Projekt „Interreligiöser Kalender

Schawuot ist das zweite biblische Wallfahrtsfest im Judentum. Es erinnert an den Empfang der Tora mit den Zehn Geboten und an den Bundesschluss Gottes mit seinem Volk Israel am Berg Sinai.

Zum Beginn der Getreideernte danken Juden Gott damit aber auch für die Schöpfung und für die Natur. Seinen Namen verdankt das Wochenfest Schawuot seinem Termin auf dem Kalender sieben Wochen nach Pessach. Das hebräische Wort Schawuot heißt „Wochen“. 

Darum geht es:

In einem Frühsommer vor rund 3500 Jahren empfing Mose am Berg Sinai die Botschaft der Tora und mit ihr 613 Gebote und Verbote. Das berichtet die Tora im zweiten der fünf Bücher Mose. Mit diesen Geboten erhielten die Menschen zum ersten Mal Regeln und viele Anweisungen, nach denen sie friedlich zusammen leben konnten.

Die Tora ist für Juden das Wort Gottes und sein Geschenk. Daher ist ihnen das Buch besonders heilig. Nach ihrem Glauben wurden sie als Volk von Gott erwählt, diese Regeln und alle anderen Botschaften der Tora auf der ganzen Welt zu verbreiten.

Ebenfalls im Mai und Juni werden die ersten Früchte reif. Dafür dankten die Hebräer Gott und der von ihm geschaffenen Natur früher mit einem „Fest der Erstlinge“. Erst ab diesem Tag im Jahr war es erlaubt, wieder Früchte der Saison zu opfern. Die ersten Opfergaben im Tempel waren damals traditionell zwei Weizenbrote aus dem ersten Mehl der neuen Ernte.

Berranur und Meryem, 9c

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.