Siegerehrung 2026

Verfasst von Anas B. (9b)

An unserer Schule gibt es viele Schülerinnen und Schüler, die sich durch ihr Engagement und ihre Hilfsbereitschaft auszeichnen – besonders die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Leselaufs, die Schülerinnen und Schüler der VK-Klasse sowie die Jugendlichen aus dem Sanitätsunterricht wurden von der Schulleitung geehrt. Sie alle zeigen durch ihren Einsatz, wie wichtig Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung ist. 

Ein besonderes Beispiel für die Hilfsbereitschaft ist der Schüler Lukas aus der Nachhilfegruppe. Jeden Dienstag bleibt er nach dem Unterricht länger in der Schule, um einem Mitschüler bei Mathematik zu helfen. Mit viel Geduld erklärte er Aufgaben, beantwortete Fragen und unterstützte ihm beim Lernen. Solche Taten zeigen, dass Schule nicht nur ein Ort des Lernens ist, sondern auch ein Ort, an dem Zusammenhalt, Respekt und gegenseitige Hilfe gelebt werden. Wir bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern, die sich für andere einsetzen und damit zu einer starken Schulgemeinschaft beitragen.

Für ihren Einsatz wurden auch die Teilnehmer der Sanitäts-AG. Sie sind während der gesamten Schulzeit erreichbar und helfen bei kleineren und größeren gesundheitlichen Problemen. Sie alle erhielten als Dankeschön jeweils eine Packung Prinzenrolle.

Die Kinder der VK-Klasse haben im Verlauf des Jahres erfolgreich am Schwimmunterricht teilgenommen und erhielten ihr jeweiliges Abzeichen.

Die Teilnehmer*innen am Leselauf 2026 bekamen von Konrektor Herrn Philippek eine Urkunde ausgehändigt. Dort war die Platzierung sowie die Laufzeit über 3 Kilometer vermerkt. Besonders eindrucksvoll war hierbei das Abschneiden von Dimi (9a) und Predivi (9b), die mit überragenden Laufzeiten den ersten und zweiten Platz ihres Jahrgangs sowie den Gesamtplatz 12 und 9 aller rund 500 Teilnehmenden belegten!

Förderverein der Elly spendiert einen Kickertisch

Was könnte unsere Schule noch schöner machen? Wieüberzeugen wir andere, unseren Wunsch zu unterstützen? Im Deutschunterricht machte sich die Klasse 5c viele Gedanken darüber und entschied: Ein neuer Kicker sollte es sein, als Freizeitmöglichkeit in der Mittagspause. Argumente wurde viele gefunden. Ein Kickertisch fördert durch das Spielen in Teams den Zusammenhalt, steigert die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit und macht ganz einfach Spaß. Die Kinder schrieben Briefe, zunächst handschriftlich, dann im Computerraum. Viele nutzen dabei erstmals ein Textverarbeitungsprogramm. Der beste Brief wurde ausgewählt, an den Förderverein geschickt und dieser reagierte schnell. Der Vorsitzende, Herr Ruhoff, sagte zu und zeigte großen Einsatz bei der Beschaffung des Tisches. So mietete er extra einen Transporter, holte den Kickertisch aus Mönchengladbach ab und brachte ihn an seinem Urlaubstag zur Schule. Der neue Kickertisch findet besonders bei der 5c, aber auch bei den anderen Kindern großen Anklang. Unser herzlicher Dank an Herrn Ruhoff und den Förderverein!

Wie Zeitzeugin Henriette Kretz die Verfolgung durch die Nationalsozialisten überlebte

Verfasst von Zeliha E. (9b)

Ich habe keine Eltern mehr, keine Mutter“, diese bewegenden Worte hörte man am 08.05.2026 in der Aula unserer Schule. Die Zeitzeugin Henriette Kretz war zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern sowie dem gesamten Lehrerkollegium von ihrer Verfolgung während der NS-Zeit zu erzählen. Es herrschte absolute Stille im Raum.

Eine glückliche Kindheit endet

Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 im damals polnischen Stanisławów geboren. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beschrieb sie ihre Kindheit als sehr schön. Sie hatte viele Freunde und auch einen Hund. Sie verbrachte viel Zeit in der Natur, während ihr Vater als Arzt arbeitete. Doch im Herbst 1939 änderte sich alles schlagartig: Eine Flucht vor den heranrückenden deutschen Truppen war für die jüdische Familie unmöglich.

Die Schrecken der Verfolgung

Die Nationalsozialisten brachten die Familie in ein Ghetto. Ihr Haus wurde gestürmt, und sie entkamen nur knapp der Deportation. Schließlich folgte die schmerzhafte Trennung von ihren Eltern. Henriette wurde aus Sicherheitsgründen von ihren Eltern bei einer anderen Familie versteckt, doch sie wurde entdeckt, verhaftet und dann zurück in ein Ghetto gebracht. Dort geschah das Wunder: Sie traf ihre Eltern wieder, die unendlich froh waren, sie lebend wiederzusehen.

Die Familie wagte eine zweite Flucht, die in einer Tragödie endete. Henriette musste den gewaltsamen Tod ihrer Eltern durch die Gestapo mit ansehen. Völlig auf sich allein gestellt und traumatisiert gelangte sie schließlich in ein Waisenhaus.

Eine Heldin in dunkler Zeit

Dass sie diese schreckliche Zeit überlebte, verdankte sie auch einer ganz besonderen Frau: Schwester Celina aus dem Waisenhaus. Für Henriette Kretz ist sie bis heute eine echte Heldin. Schwester Celina kümmerte sich um sie, versteckte sie und viele andere jüdische Kinder vor den Nationalsozialisten. Ein unvorstellbares Risiko: Wäre das Versteck aufgeflogen, hätte Schwester Celina mit dem Leben bezahlt.

Einen Neuanfang nach dem Krieg

Nach dem Krieg wendete sich das Schicksal der jungen Henriette. Ihre letzten lebenden Verwandten adoptierten sie aus dem Waisenhaus. Später zog sie nach Belgien, studierte dort Kunstgeschichte und arbeitete viele Jahre als Lehrerin für Französisch und Kunst. Sie gründete eine eigene Familie und hat heute Kinder, Enkelkinder und sogar ein Urenkelkind.

Ihre Erinnerungen hat sie in ihrem Buch „Willst du meine Mutter sein? Eine Kindheit im Schatten der Schoa“ festgehalten.

Ein Nachmittag, der im Gedächtnis bleibt

Der Bericht von Henriette Kretz hat die gesamte Zuhörerschaft zutiefst bewegt. Ihre Geschichte zeigt uns allen, wie wichtig Mut, Menschlichkeit und Frieden sind. Unsere Schulgemeinschaft dankt ihr von Herzen dafür, dass sie ihre Geschichte mit uns geteilt hat.

Studienfahrt nach Berlin 

Am 27.04.2026 ging es früh morgens mit dem Bus los Richtung Berlin. Dort kamen wir nachmittags an und nachdem wir ins Hostel eingecheckt hatten, erkundeten wir Berlin. Wir spazierten als Gruppe zum Brandenburger Tor, vorbei am Bundestag und am Bundeskanzleramt. Hier machten wir auch die ersten Gruppenfotos. Dann konnten wir noch Abend essen und hatten etwas Freizeit. 

Am nächsten Morgen gingen wir zu Fuß zu einer Führung an der Bernauer Straße. Von den netten Guides erhielten wir interessante und historische Informationen und lernten mehr über das Leben in der DDR, die Grenze zur BRD und die Konsequenzen, die die Grenze für die Menschen mit sich brachte. Nach einer Mittagspause brachte uns unser Busfahrer Martin zum Haus am Wannsee. Dort hatten wir zwei ganz tolle Guides, die uns die Geschichte des Hauses und die der Wannseekonferenz näherbrachten. Wir durften uns die Villa ansehen und lernten viel über den Holocaust und den zweiten Weltkrieg.

An unserem dritten Tag der Berlinfahrt starteten wir nach dem Frühstück mit zwei getrennten Gruppen. Die Gruppe des Technikkurses ging in das Futurium, hatte dort eine Führung und konnte das interaktive Museum erkunden. Der Sowikursbesuchte das Denkmal für die ermordeten Juden Europas und versuchte die Message des Denkmals herauszufinden und zu spüren, was der Künstler hiermit ausdrücken wollte: Orientierungslosigkeit und Enge. Danach besuchten wir den Ort, an dem der Führerbunker stand und Adolf Hitler sich das Leben nahm. Dieser Ort ist ganz bewusst nicht als Denkmal gestaltet. Dann haben wir den Tränenpalast besucht und wiederum mehr über die Geschichte der DDR und dem damaligen DDR-Bahnhof erfahren. Daraufhin trafen wir uns wieder mit dem Rest der Gruppe und nach einer Mittagspause besuchten ihr den Bundesrat in Berlin Mitte, um uns in die Position der Einzelnen Bundesländer und ihrer Vertreter zu versetzen und in einem Planspiel ein Gesetz abzustimmen.Wir befassten uns dabei mit einem Gesetz, das den Verkauf und die Nutzung von Böllern verbieten soll. Dabei haben wir gelernt, wie Gesetze verabschiedet und beraten werden und zum Schuss demokratisch verabschiedet werden. Danach haben wir eine Schnitzeljagd durch Berlin gemacht, bei der wir fiktiv versuchen sollten aus der DDR zu fliehen. Dabei konnten wir zum einen die Stadt nochmal besser kennen lernen aber auch den wichtigen Teil der Geschichte.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir morgens mit dem Bus wieder nach Hause Richtung Köln. Wir hatten jede Menge Spaß auf der Studienfahrt. Es war toll die Hauptstadt zu erkunden und die vielen politischen und historischen Gebäude und Orte kennen zu lernen.

Spuren der NS-Zeit am Messegelände in Köln-Deutz

Verfasst von Andreea P. (10b)

Am 21.04.2026 besuchte die Geschichts-AG gemeinsam mit ihrem Lehrer Herrn Philippek das Messegelände in Deutz, um mehr über die Geschichte dieses Ortes während der NS-Zeit zu erfahren. Dabei wurde uns bewusst, dass Orte, die heute ganz normal oder sogar fröhlich wirken, früher Schauplätze von Verfolgung, Leid und Terror waren.

Ein Beispiel dafür ist der Tanzbrunnen. Wo heute Konzerte stattfinden und Menschen ihre Freizeit genießen, nutzten die Nationalsozialisten das Gelände bereits 1937 für die Reichsgartenschau. Damit wollten sie nach außen eine perfekte Welt präsentieren und gleichzeitig ihre Propaganda verbreiten.


Früher ein Zwangsarbeiter Lager und heute ein fröhlicher Veranstaltungsort

Auch die Kölner Messe hat heute eine völlig andere Bedeutung. Während dort heute Messen, Veranstaltungen und Geschäftstreffen stattfinden, befanden sich während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gelände ein Außenlager des KZ Buchenwald, Lager für Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene sowie ein Sammellager für jüdische Menschen sowie für Sinti und Roma. Tausende Menschen wurden dort unter grausamen Bedingungen festgehalten und mussten Zwangsarbeit leisten, zum Beispiel Trümmer beseitigen oder nach Bombenangriffen Leichen bergen.

Früher ein Lager des KZ Buchenwald

Besonders erschreckend waren die alten Gleise auf dem Gelände. Wo heute Autos parken, verliefen früher Schienen, über, die die Menschen deportiert wurden. Vom Bahnhof Deutz aus wurden über 11.000 jüdische Menschen sowie mehr als 1.500 Sinti und Roma in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager gebracht. Heute erinnern Gedenktafeln und Inschriften im Boden an diese Verbrechen.

Originalgleis von den damaligen Deputationszügen

Während der Führung hörten wir außerdem eine Rede des damaligen obersten NS-Funktionärs in Köln und erfuhren persönliche Geschichten von Betroffenen, zum Beispiel von Inge Kaufmann. Diese Einzelschicksale haben die Geschichte besonders greifbar gemacht und uns gezeigt, welches Leid viele Menschen erleben mussten.

Die Exkursion hat uns deutlich gemacht, dass Geschichte nicht nur im Unterricht oder im Schulbuch stattfindet, sondern auch direkt vor unserer Haustür sichtbar ist. Wenn man heute durch Deutz läuft, erkennt man oft erst auf den zweiten Blick, welche schrecklichen Ereignisse dort passiert sind. Gerade deshalb ist es wichtig, sich zu erinnern, damit so etwas nie wieder geschieht.

Überraschend war außerdem, dass wir am Ende sogar noch Pietro Lombardi und Oliver Pocher am RTL Turm getroffen haben. Oliver Pocher wusste sogar über die NS-Geschichte Bescheid.

Freude schenken

Verfasst von Ilknur und Özge (8c)

Im Unterricht Praktische Philosophie haben wir uns die Frage gestellt: „In welcher Welt wollen wir leben?“ Dann wurde uns klar, dass es draußen Menschen gibt, die nicht viel Liebe bekommen und das wollen wir verändern. Unsere Idee war, auf Kärtchen nette Sprüche zu schreiben und diese den Menschen zu verteilen. Wir haben ungefähr 80 Karten mit der Hand geschrieben und verziert. Am 17.4. haben wir diese an fremde Menschen verteilt. Viele Menschen haben mit „Das habe ich gerade gebraucht!“ reagiert. Die Menschen waren sehr dankbar und haben sich sehr gefreut. Wir haben gesehen, wie die Menschen beim Lesen direkt ein Lächeln im Gesicht hatten. Dass die Menschen sich so gefreut haben, hat auch uns sehr gefreut.