Verfasst von Andreea P. (10b)
Am 21.04.2026 besuchte die Geschichts-AG gemeinsam mit ihrem Lehrer Herrn Philippek das Messegelände in Deutz, um mehr über die Geschichte dieses Ortes während der NS-Zeit zu erfahren. Dabei wurde uns bewusst, dass Orte, die heute ganz normal oder sogar fröhlich wirken, früher Schauplätze von Verfolgung, Leid und Terror waren.

Ein Beispiel dafür ist der Tanzbrunnen. Wo heute Konzerte stattfinden und Menschen ihre Freizeit genießen, nutzten die Nationalsozialisten das Gelände bereits 1937 für die Reichsgartenschau. Damit wollten sie nach außen eine perfekte Welt präsentieren und gleichzeitig ihre Propaganda verbreiten.

Früher ein Zwangsarbeiter Lager und heute ein fröhlicher Veranstaltungsort
Auch die Kölner Messe hat heute eine völlig andere Bedeutung. Während dort heute Messen, Veranstaltungen und Geschäftstreffen stattfinden, befanden sich während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gelände ein Außenlager des KZ Buchenwald, Lager für Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene sowie ein Sammellager für jüdische Menschen sowie für Sinti und Roma. Tausende Menschen wurden dort unter grausamen Bedingungen festgehalten und mussten Zwangsarbeit leisten, zum Beispiel Trümmer beseitigen oder nach Bombenangriffen Leichen bergen.

Besonders erschreckend waren die alten Gleise auf dem Gelände. Wo heute Autos parken, verliefen früher Schienen, über, die die Menschen deportiert wurden. Vom Bahnhof Deutz aus wurden über 11.000 jüdische Menschen sowie mehr als 1.500 Sinti und Roma in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager gebracht. Heute erinnern Gedenktafeln und Inschriften im Boden an diese Verbrechen.

Während der Führung hörten wir außerdem eine Rede des damaligen obersten NS-Funktionärs in Köln und erfuhren persönliche Geschichten von Betroffenen, zum Beispiel von Inge Kaufmann. Diese Einzelschicksale haben die Geschichte besonders greifbar gemacht und uns gezeigt, welches Leid viele Menschen erleben mussten.





Die Exkursion hat uns deutlich gemacht, dass Geschichte nicht nur im Unterricht oder im Schulbuch stattfindet, sondern auch direkt vor unserer Haustür sichtbar ist. Wenn man heute durch Deutz läuft, erkennt man oft erst auf den zweiten Blick, welche schrecklichen Ereignisse dort passiert sind. Gerade deshalb ist es wichtig, sich zu erinnern, damit so etwas nie wieder geschieht.

Überraschend war außerdem, dass wir am Ende sogar noch Pietro Lombardi und Oliver Pocher am RTL Turm getroffen haben. Oliver Pocher wusste sogar über die NS-Geschichte Bescheid.

