Wie Zeitzeugin Henriette Kretz die Verfolgung durch die Nationalsozialisten überlebte

Verfasst von Zeliha E. (9b)

Ich habe keine Eltern mehr, keine Mutter“, diese bewegenden Worte hörte man am 08.05.2026 in der Aula unserer Schule. Die Zeitzeugin Henriette Kretz war zu Gast, um den Schülerinnen und Schülern sowie dem gesamten Lehrerkollegium von ihrer Verfolgung während der NS-Zeit zu erzählen. Es herrschte absolute Stille im Raum.

Eine glückliche Kindheit endet

Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 im damals polnischen Stanisławów geboren. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beschrieb sie ihre Kindheit als sehr schön. Sie hatte viele Freunde und auch einen Hund. Sie verbrachte viel Zeit in der Natur, während ihr Vater als Arzt arbeitete. Doch im Herbst 1939 änderte sich alles schlagartig: Eine Flucht vor den heranrückenden deutschen Truppen war für die jüdische Familie unmöglich.

Die Schrecken der Verfolgung

Die Nationalsozialisten brachten die Familie in ein Ghetto. Ihr Haus wurde gestürmt, und sie entkamen nur knapp der Deportation. Schließlich folgte die schmerzhafte Trennung von ihren Eltern. Henriette wurde aus Sicherheitsgründen von ihren Eltern bei einer anderen Familie versteckt, doch sie wurde entdeckt, verhaftet und dann zurück in ein Ghetto gebracht. Dort geschah das Wunder: Sie traf ihre Eltern wieder, die unendlich froh waren, sie lebend wiederzusehen.

Die Familie wagte eine zweite Flucht, die in einer Tragödie endete. Henriette musste den gewaltsamen Tod ihrer Eltern durch die Gestapo mit ansehen. Völlig auf sich allein gestellt und traumatisiert gelangte sie schließlich in ein Waisenhaus.

Eine Heldin in dunkler Zeit

Dass sie diese schreckliche Zeit überlebte, verdankte sie auch einer ganz besonderen Frau: Schwester Celina aus dem Waisenhaus. Für Henriette Kretz ist sie bis heute eine echte Heldin. Schwester Celina kümmerte sich um sie, versteckte sie und viele andere jüdische Kinder vor den Nationalsozialisten. Ein unvorstellbares Risiko: Wäre das Versteck aufgeflogen, hätte Schwester Celina mit dem Leben bezahlt.

Einen Neuanfang nach dem Krieg

Nach dem Krieg wendete sich das Schicksal der jungen Henriette. Ihre letzten lebenden Verwandten adoptierten sie aus dem Waisenhaus. Später zog sie nach Belgien, studierte dort Kunstgeschichte und arbeitete viele Jahre als Lehrerin für Französisch und Kunst. Sie gründete eine eigene Familie und hat heute Kinder, Enkelkinder und sogar ein Urenkelkind.

Ihre Erinnerungen hat sie in ihrem Buch „Willst du meine Mutter sein? Eine Kindheit im Schatten der Schoa“ festgehalten.

Ein Nachmittag, der im Gedächtnis bleibt

Der Bericht von Henriette Kretz hat die gesamte Zuhörerschaft zutiefst bewegt. Ihre Geschichte zeigt uns allen, wie wichtig Mut, Menschlichkeit und Frieden sind. Unsere Schulgemeinschaft dankt ihr von Herzen dafür, dass sie ihre Geschichte mit uns geteilt hat.

Spuren der NS-Zeit am Messegelände in Köln-Deutz

Verfasst von Andreea P. (10b)

Am 21.04.2026 besuchte die Geschichts-AG gemeinsam mit ihrem Lehrer Herrn Philippek das Messegelände in Deutz, um mehr über die Geschichte dieses Ortes während der NS-Zeit zu erfahren. Dabei wurde uns bewusst, dass Orte, die heute ganz normal oder sogar fröhlich wirken, früher Schauplätze von Verfolgung, Leid und Terror waren.

Ein Beispiel dafür ist der Tanzbrunnen. Wo heute Konzerte stattfinden und Menschen ihre Freizeit genießen, nutzten die Nationalsozialisten das Gelände bereits 1937 für die Reichsgartenschau. Damit wollten sie nach außen eine perfekte Welt präsentieren und gleichzeitig ihre Propaganda verbreiten.


Früher ein Zwangsarbeiter Lager und heute ein fröhlicher Veranstaltungsort

Auch die Kölner Messe hat heute eine völlig andere Bedeutung. Während dort heute Messen, Veranstaltungen und Geschäftstreffen stattfinden, befanden sich während des Zweiten Weltkriegs auf dem Gelände ein Außenlager des KZ Buchenwald, Lager für Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangene sowie ein Sammellager für jüdische Menschen sowie für Sinti und Roma. Tausende Menschen wurden dort unter grausamen Bedingungen festgehalten und mussten Zwangsarbeit leisten, zum Beispiel Trümmer beseitigen oder nach Bombenangriffen Leichen bergen.

Früher ein Lager des KZ Buchenwald

Besonders erschreckend waren die alten Gleise auf dem Gelände. Wo heute Autos parken, verliefen früher Schienen, über, die die Menschen deportiert wurden. Vom Bahnhof Deutz aus wurden über 11.000 jüdische Menschen sowie mehr als 1.500 Sinti und Roma in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager gebracht. Heute erinnern Gedenktafeln und Inschriften im Boden an diese Verbrechen.

Originalgleis von den damaligen Deputationszügen

Während der Führung hörten wir außerdem eine Rede des damaligen obersten NS-Funktionärs in Köln und erfuhren persönliche Geschichten von Betroffenen, zum Beispiel von Inge Kaufmann. Diese Einzelschicksale haben die Geschichte besonders greifbar gemacht und uns gezeigt, welches Leid viele Menschen erleben mussten.

Die Exkursion hat uns deutlich gemacht, dass Geschichte nicht nur im Unterricht oder im Schulbuch stattfindet, sondern auch direkt vor unserer Haustür sichtbar ist. Wenn man heute durch Deutz läuft, erkennt man oft erst auf den zweiten Blick, welche schrecklichen Ereignisse dort passiert sind. Gerade deshalb ist es wichtig, sich zu erinnern, damit so etwas nie wieder geschieht.

Überraschend war außerdem, dass wir am Ende sogar noch Pietro Lombardi und Oliver Pocher am RTL Turm getroffen haben. Oliver Pocher wusste sogar über die NS-Geschichte Bescheid.

Freude schenken

Verfasst von Ilknur und Özge (8c)

Im Unterricht Praktische Philosophie haben wir uns die Frage gestellt: „In welcher Welt wollen wir leben?“ Dann wurde uns klar, dass es draußen Menschen gibt, die nicht viel Liebe bekommen und das wollen wir verändern. Unsere Idee war, auf Kärtchen nette Sprüche zu schreiben und diese den Menschen zu verteilen. Wir haben ungefähr 80 Karten mit der Hand geschrieben und verziert. Am 17.4. haben wir diese an fremde Menschen verteilt. Viele Menschen haben mit „Das habe ich gerade gebraucht!“ reagiert. Die Menschen waren sehr dankbar und haben sich sehr gefreut. Wir haben gesehen, wie die Menschen beim Lesen direkt ein Lächeln im Gesicht hatten. Dass die Menschen sich so gefreut haben, hat auch uns sehr gefreut. 

Müll sammeln mit der „Krake“

Warum ist es eigentlich so schlimm, wenn Plastikmüll in den Rhein gelangt? Welche Folgen hat es für Tiere im Park, wenn wir Müll achtlos auf den Boden werfen? Warum sollte man auf keinen Fall Luftballons in den Himmel steigen lassen?

Christian Stock vom Kölner Verein Krake e.V. erklärte den Kindern der Jahrgangsstufe 6 am 14. April die Gründe. In der Aula hielt er einen spannenden Vortrag und zeigte Bilder und Kurzvideos, die das Problem erklärten. Plastik gerät über den Rhein in die Nordsee. Im Fluss und im Meer wird es von Vögeln, Fischen und anderen Meerestieren gefressen. Diese können daran sterben. Vögel im Park benutzen Plastikfolie für ihren Nestbau. Regnet es stark, so können die Küken im Nest ertrinken. Luftballonreste werden von Tieren verschluckt, an den Schnüren können sie sich verletzen.

Sichtlich von dem Leid der Tiere beeindruckt, schwärmten die Kinder nach dem Vortrag in den Park aus. Ausgestattet mit Greifzangen, Handschuhen und Müllbeuteln hielten sie nach Müll Ausschau und wurden fündig. Sie sammelten unzählige Zigarettenstummel, Kronkorken, weggeworfene Verpackungen und Plastikteile. Auch einen Kühlschrank und einen Fahrradrahmen trugen sie zum Auto von Christian Stock.

Zufrieden und stolz darauf, etwas Gutes für die Tiere, aber auch für das Wohlbefinden von Menschen getan zu haben, verabschiedeten die Kinder sich vom Vereinsgründer, der den Müll anschließend zur AWB brachte.

Besuch der Geschichts-AG im NS-Dokumentationszentrum Köln

Verfasst von Andreea P. (10b)

Am 24. März war die Geschichts-AG zusammen mit Herrn Philippek im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln im EL-DE-Haus. 1935-1945 befand sich dort die Zentrale der Gestapo (die geheime Staatspolizei).

Dort haben wir viel darüber gelernt, wie Köln in der Zeit des Nationalsozialismus war. Am Anfang haben wir einen Überblick bekommen, wie die Stadt während und nach dem Krieg aussah. Danach sind wir durch verschiedene Räume gegangen, die unterschiedliche Themen hatten, zum Beispiel den Aufstieg der Nationalsozialisten, das Leben der Menschen damals, die Jugend, Religion und auch die Verfolgung von verschiedenen Gruppen wie jüdischen Menschen oder Sinti und Roma.

Besonders eindrucksvoll war das alte Gefängnis im Keller. Wir konnten die Zellen von früher anschauen und die Nachrichten lesen, die Gefangene an die Wände geschrieben haben. Das war sehr bewegend und hat uns nachdenklich gemacht.

Am Ende waren wir noch im Innenhof, wo früher Menschen hingerichtet wurden. Das war ein sehr ernster Moment und hat uns gezeigt, wie schlimm diese Zeit wirklich war.

Insgesamt war der Besuch sehr interessant und lehrreich. Wir haben viel Neues gelernt und konnten uns die Geschichte viel besser vorstellen.

Frühlingvibes an der Elly 

Verfasst von Din N. (9b)

Am 17.03.26 hat sich die Foto- und Podcast-AG zu einem Treffen im nahegelegenen Entenpark versammelt, um die frisch blühenden Kirschbäume zu bewundern und von ihnen wunderschöne Bilder zu machen.

Natürlich wurde auch darauf geachtet, den richtigen Fokus zu setzen sowie passende Voreinstellungen zu wählen, um das Beste aus jedem Bild herauszuholen. Dazu gehörten unter anderem die Anpassung der Komposition und das Nutzen des Low-Key-Effekts.

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht, bei diesem wunderschönen Frühlingswetter im Entenpark mit den frisch blühenden Kirschbäumen zu fotografieren.

„Elly Kamelly“: Kamelle und Alaaf!

Am Karnevalsdienstag, 17. Februar 2026, war es nach mehrjähriger Abstinenz endlich wieder soweit: Die Elly-Heuss-Knapp Realschule zog jeck durch Mülheim. Mit großer Freude und närrischem Elan nahmen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Eltern beim Mülheimer Veedelszoch teil.

Unter dem Motto „Elly Kamelly“ zog die bunte Gruppe durch die Straßen von Köln-Mülheim. Monatelange Vorbereitungen zahlten sich mehr als aus. Die selbst gestalteten Kostüme stellten bunte Bon-Bons, verlockende Süßigkeiten und andere „Kamelle“ dar – kreativ, farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail gebastelt. Sie waren der sichtbare Ausdruck der kunterbunten Schule und sorgten bereits beim Aufstellen für neugierige Blicke.

Um 14.15 Uhr versammelte sich die große Gruppe am Startpunkt des Zuges. Insgesamt nahmen mehr als 100 Kinder der Schule teil – darunter drei komplette 5. Klassen, die Vorbereitungsklasse (VK) sowie viele weitere Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen. Angeführt von Schulleiterin Dr. Drewniok und begleitet von rund 20 Lehrkräften, die tatkräftig unterstützten, die Kammelle-Beutel nachfüllten und selbstverständlich ebenfalls kostümiert den gesamten Zoch mitzogen.

Das Wetter zeigte sich deutlich freundlicher als zunächst befürchtet: Trotz vorsorglich eingepackter Regen-Capes blieb es fast durchgehend trocken. Der traditionsreiche Veedelszoch führte über mehrere Kilometer durch die Straßen des Veedels und wurde von zahlreichen Jecken am Straßenrand begeistert begleitet. Die Schülerinnen und Schüler waren während des gesamten Fußmarsches mit großer Begeisterung dabei: Sie warfen Kamelle in die Menge, riefen laut „Alaaf!“ und „Kamelle!“, tanzten und strahlten über das ganze Gesicht. Besonders beeindruckend war, wie souverän und fröhlich die Kinder den langen Weg meisterten – die gute Laune hielt (zumindest bei den meisten) bis zum Schluss. Zwar dauerte der Zug am Ende fast eine halbe Stunde länger als geplant, doch die Stimmung blieb jeck. Gegen 17 Uhr erreichte die Gruppe wieder die Schule.

Für die Schulgemeinschaft war dieser Tag ein echtes Highlight der Karnevalssession. Viele Kinder sagten am Ende begeistert, dass sie im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein möchten. „Elly Kamelly“ – das war Tradition, gelebter Teamgeist, Kreativität und pure Freude am gemeinsamen Feiern!

Zeichen der Erinnerung: Gedenktafel der 10b zum Anschlag in Hanau

Im Fach Praktische Philosophie hat sich die Klasse 10b im Rahmen der Unterrichtsreihe „Verantwortung“ intensiv mit Konflikten zwischen Menschen und Gruppen beschäftigt. Dabei standen insbesondere die Verletzung von Würde, Respekt und Gleichheit sowie moralische Fehlhaltungen wie Hass, Diskriminierung und Rassismus im Mittelpunkt.

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit unterschiedlichen Wertvorstellungen auseinander und diskutierten Fragen nach Gerechtigkeit und persönlicher Verantwortung in Konfliktsituationen.

Anhand des Themas Hanau wurde die Problematik konkret und anschaulich vertieft. Die Klasse beschäftigte sich mit den Hintergründen der Ereignisse und reflektierte die gesellschaftlichen Folgen von Ausgrenzung und rassistischem Denken. Dabei entstanden persönliche Gedanken, Beiträge und Gestaltungsideen, die die klare Haltung der Schülerinnen und Schüler gegen Hass und Diskriminierung deutlich machen.

Passend zum Gedenktag am 19. Februar gestaltete die Klasse eine Gedenktafel, die im Foyer der Elly-Heuss-Knapp-Realschule angebracht wurde. Mit dieser Tafel möchte die 10b den Opfern Respekt erweisen und zugleich ein sichtbares Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und Zusammenhalt setzen.

Klasse 7b im 7th Space Köln

Die Klasse 7b erlebte einen aufregenden Ausflug in den 7th Space Köln! 😃

Neben den Virtual-Reality-Missionen und Escape-Room-Abenteuern hatten die Schülerinnen und Schüler viel Spaß beim Mini-Golf und Billiard. Gemeinsam meisterten sie spannende Missionen, knobelten an Rätseln und erlebten dabei neue Herausforderungen – Teamgeist und Zusammenhalt standen immer im Mittelpunkt.

Ein abwechslungsreicher Tag voller Action, Spaß und neuer Erfahrungen, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird!